Dyspnoe/Atemnot

Subjektiv unangenehme, erschwerte Atmung einhergehend mit Atemnot und sichtbar verstärkter Atemarbeit; weiterführende Stichworte: Allergie/allergische Reaktion, Angst, Asthma bronchiale, Atemstörung/Ventilationsstörung, Bronchitis, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Drainage, Grippe/Influenza/Corona, Herzinsuffizienz/Herzmuskelschwäche, Husten/Tussis, Ödem, Pneumonie/Lungenentzündung, Pneumoniegefahr, Schlafstörungen, Selbstpflegedefizit/Unfähigkeit zur Körperpflege, Tracheostoma

Informationen sammeln

▷ Assessment, z. B. mit Modifizierter Borg-Skala, Pediatric Dyspnoe Scale (PDS) zur Einschätzung der Atemnot in Ruhe und/oder unter Belastung

  • Wann besteht Dyspnoe?
    – Bei Ruhe?
    – Bei geringer Belastung?
    – Bei mäßiger Belastung?
    – Bei starker Belastung?
    – Sprechdyspnoe?
  • Wie oft tritt Dyspnoe auf?
  • Wie geht Pat. mit Dyspnoe um?
  • Wie schätzt der Pat. die Dyspnoe selbst ein?
  • Welche Begleitsymptome treten auf?
  • Welche Aktivitäten führen zur Dyspnoe?

Ursachen

  • Lungenerkrankung?
    – Asthma bronchiale?
    – Pneumonie?
    – Lungenembolie?
    – Tuberkulose?
    – Pleuraerguss?
  • Herzerkrankung?
    – (Links-)Herzinsuffizienz?
  • Tumoren im Gehirn oder der Lunge?
  • Verletzungen im Thorax- oder Bauchraum?
  • Stoffwechselkrankheiten?
  • Psychische Probleme/Erkrankungen?
  • Anämie?
  • Adipositas?

Symptome

  • Erschwerte Ausatmung?
  • Kurzatmigkeit?
  • Tachypnoe?
  • Einsatz der Atemhilfsmuskulatur? Auxilaratmung?
  • Husten?
  • Sputum?
  • Atemgeräusche (z. B. Stridor)?
  • Zyanose?
  • Pulsfrequenz?
  • Stechender Thoraxschmerz?
  • Thorakale Einziehungen?
  • Angst (Gesichtsausdruck)? Todesangst?
  • Erschöpfungszeichen?
  • Beklemmungsgefühl?
  • Unruhe? Panik?
  • Schlaflosigkeit?
  • Schläft nur in aufrechter Position?
  • Schwitzen?
  • pO2-Sättigung? Ressourcen

Ressourcen

  • Pat. beherrscht atemunterstützende Atemtechniken
  • Pat. kann mit O2-Zufuhr umgehen
  • Pat. kennt Strategien gegen Atemnot
  • Pat. ist mobil
  • Familienangehörige/Freunde unterstützen den Pat.

Ziele festlegen

  • Pat. hat in Ruhe eine physiologische Atmung
  • Pat. ist ruhig und angstfrei
  • Pat. kennt und beherrscht atemunterstützende
    Körperhaltungen
  • Pat. kann atemerleichternde Atemtechniken
    im Notfall anwenden
  • Pat. kann Sputum selbstständig abhusten

Maßnahmen planen

  • Oberkörperhochpositionierung
  • Atemerleichternde Positionierung zur Unterstützung der Atemhilfsmuskulatur
  • Anleitung zum Kutschersitz
  • Zur ökonomischen Atmung anleiten, z. B. dosierte Lippenbremse
  • Kleidung lockern, beengende Kleidung entfernen
  • Angst abbauen, im Zimmer anwesend bleiben
  • Für frische Luft sorgen
  • Blickkontakt und Berührung, wenn der Pat. nicht sprechen kann
  • Medikamente nach Anordnung
  • O2-Gabe nach Anordnung
  • Bei Beklemmung durch O2-Maske Wechsel zu O2-Brille
  • Zu produktivem Husten anleiten
  • Inhalationen nach Anordnung zur Sekretverflüssigung, z. B. 3 × tgl.
  • Bronchialsekret nach Anordnung absaugen
  • Regelmäßige Kontrolle der Vitalzeichen
  • Regelmäßige Kontrolle der pO2-Sättigung

Ergebnisse prüfen

  • Atmung
  • Hautfarbe
  • Vitalzeichen
  • pO2-Sättigung
  • Bewusstseinslage
  • Krankheitsverständnis, Compliance

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