Dehydratationsgefahr

Gefahr einer Volumenminderung des Körperwassers (Dehydratation), die zur Austrocknung (Exsikkose) führt; syn. Exsikkosegefahr; weiterführende Stichworte:
Anurie, Blasenkatheter, Dehydratation, Dekubitus/Druckgeschwür, Dekubitusgefahr, Demenz, Depression, Desorientiertheit/Orientierungsstörung,
Diarrhö/Durchfall, Erbrechen/Emesis, Flüssigkeitsbilanzierung, Haut trockene, Infusion, Polyurie, Schwindel/Vertigo, Sturzgefahr, Übelkeit/Nausea

Informationen sammeln

▷ Assessment, z. B. nach PEMU (Pflegerische
Erfassung von Mangelernährung und deren
Ursachen in der stationären Langzeit-/Altenpflege)
– Flüssigkeitsmangel
▷ Assessment, z. B. nach D-A-CH Referenzwerten
für die Nährstoffzufuhr zur Errechnung
des individuellen Flüssigkeitsbedarfs

  • Tägliche Trinkmenge?

Risikofaktoren

  • Hohes Alter?
  • Verwirrtheit?
  • Mangelndes Durstgefühl?
  • Diarrhö?
  • Erbrechen?
  • Starke Blutungen?
  • Harninkontinenz und Vermeiden des Harnabgangs?
  • Hohes Fieber?
  • Starkes Schwitzen?
  • Zu heiße, trockene Umgebung?
  • Schmerzen?
  • Schluckstörungen?
  • Bewegungseinschränkung?
  • Medikamente (Diuretika, Laxanzien)?
  • Wissensdefizit hinsichtlich des Flüssigkeitsbedarfs?
  • Gewicht?
  • Diabetes mellitus?
  • Nierenerkrankung?

Ressourcen

  • Pat. kann Wichtigkeit einer ausreichenden
    Flüssigkeitszufuhr nachvollziehen
  • Pat. kann selbstständig trinken
  • Pat. trinkt gerne Wasser
  • Pat. ist orientiert
  • Pat. hat Durstgefühl
  • Guter AZ/EZ

Ziele festlegen

  • Ausgeglichene Flüssigkeitsbilanz
  • Pat. trinkt täglich individuell angepasste
    Trinkmenge nach D-A-CH Referenzwerten
    für die Nährstoffzufuhr
  • Pat. führt Einfuhrprotokoll selbstständig
    durch
  • Pat. weiß um die Notwendigkeit einer ausreichenden
    Flüssigkeitszufuhr und setzt
    diese um
  • Pat. hat physiologische Atmung
  • Pat. hat eine physiologische Ausscheidung
  • Pat. trinkt selbstständig in Reichweite gestelltes
    Glas

Maßnahmen planen

  • Einfuhr- und Ausfuhrkontrolle, Bilanzierung
  • Zur Einfuhr- und Ausfuhrkontrolle anleiten
  • Wunschgetränke anbieten
  • Getränke in Reichweite stellen
  • Geeignete Trinkgefäße verwenden
  • Über Hilfsmittel zum Trinken informieren,
    z. B. Strohhalm (Schnabeltasse meiden)
  • Zum Gebrauch der Hilfsmittel anleiten
  • Hilfsmittel in Reichweite bereitlegen
  • Zum Trinken animieren
  • Gefäße nicht bis zum Rand füllen
  • Bewegungseingeschränkten Pat.:
    – Regelmäßig Getränk anbieten
    – Beim Trinken unterstützen
    – Zeit lassen
  • Pat. über die Bedeutung von Wasser für
    Stoffwechsel, Blutkreislauf, Niere und ableitende
    Harnwege informieren
  • Mundpflege
  • Nahrung und Getränke ggf. eindicken nach
    Anordnung
  • Logopädie hinzuziehen
  • Schlucktraining bei Schluckstörungen

Ergebnisse prüfen

  • Flüssigkeitsbilanzierung
  • Vitalzeichen
  • Hautturgor
  • Schleimhaut
  • Bewusstseinslage
  • Krankheitsverständnis, Compliance

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